Chinas Zukunft ist grün 可持续的未来

In der Neuzeit angekommen, stellt China die Weichen für eine nachhaltige Zukunft: grün, innovativ und hocheffizient.

Vom Entwicklungsland zum Technologieführer

In nur 30 Jahren hat sich China vom bitterarmen Entwicklungsland zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgeschwungen. Möglich wurde dies, durch die „Reform- und Öffnungspolitik“ die 1978 unter Deng Xiaoping, dem Leiter der Kommunistischen Partei, lanciert wurde. Das gigantische Ausmaß dieser Entwicklung wird im atemberaubenden Wachstum des realen Bruttoinnlandsproduktes (BIP), um das 50-fache (1978 – 2018) deutlich.

Heute gilt die Volksrepublik zu einem der wichtigsten internationalen Märkte, auch für deutsche Unternehmen. Gestern noch Anbieter billiger Lohnarbeit, die kostengünstig Massenware kopieren und produzieren, entwickelt sich das Land zum Innovations- und Technologieführer in zahlreichen Zukunftsbranchen. Die Weichen dafür hat die Zentralregierung lange gestellt.

Bildung als Schlüssel

Im Rahmen des neuen, politischen Kurses, wurde auch das Bildungssystem reformiert. Gab es 1949 gerade einmal 117.000 Studenten, waren es 2015 über 37 Millionen – China umfasst heute die größte Studentenpopulation der Welt. Ihre Ausbildungen absolvieren sie teilweise an Top Universitäten in USA, Kanada, Australien oder Europa. Die gut ausgebildeten Fachkräfte kehren zurück ins Land und treiben die innovationshungrige Nation in Wirtschaft, Forschung und Politik voran.

Innovationsdruck als Katalysator

Der Durst nach Wachstum und der Wunsch nach Wohlstand sind ein Treiber der rasanten Entwicklung. Doch das Wachstum vergangener Jahrzehnte hat das Land stark beansprucht, mit verheerenden Folgen für das Ökosystem, die menschliche Gesundheit und letztlich die Wirtschaft. Diese Auswirkungen entwickeln sich zu einem finanziellen Problemfaktor. Eine Untersuchung der Weltbank zeigt auf, dass alleine die Kosten der Luftverschmutzung inzwischen mehr als 10 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) betragen.

Grünes Wachstum – politisch verordnet

Ressourcenschwund, Klimawandel, Wassermangel und -verunreinigung, die gefährliche Luftverschmutzung in Metropolregionen, sowie die zahlreichen Folgen für die Gesundheit von Mensch und Ökosystem, sind nur einige der Auswirkungen der Wachstumspolitik des Industriezeitalters. Die damit verbundenen Herausforderungen mit denen wir uns global zunehmend konfrontiert sehen, nehmen in China ein derart gigantisches Ausmaß an, dass die Zentralregierung eine historische Kursänderung entschied: Auf dem 17. Parteitag der Kommunistischen Partei im Oktober 2007 wurde ein umweltverträgliches Wirtschaftswachstum erstmals zum Schwerpunktthema. Als erster chinesischer Staatschef bekennt sich damals Wen Jiabao zum Umweltschutz.

Seit 2015 gilt der 13. Fünfjahresplan, er soll China von 2016-2020 in eine nachhaltige, ökonomische Zukunft führen. Dabei bleibt das Wirtschaftswachstum im Fokus, soll jedoch von den damit verbundenen Umwelt- und Ressourcenproblemen entkoppelt werden. Der ambitionierte Plan setzt auf die Vereinbarkeit zwischen Nachhaltigkeit und Wachstum. Eine zentrale Rolle spielt die signifikante Reduzierung der CO2-Emmissionen (bis 2030 um 65%).

Neben verschärften Umweltschutzgesetzen, sieht der Projektplan (siehe Graphik) Investitionen in Milliardenhöhe vor, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien, sowie Umwelttechnologien zur Behandlung von Luftverschmutzung, zur Wasseraufbereitung und moderne Entsorgungstechnik. Ebenso werden Lösungen zur Effizienzsteigerung und Energieeinsparung im Industriebereich gefördert und e-Mobilität, sowie grünes Bauen und alternative Agrikultur subventioniert.

13th 5 years Plan
Quelle: www.xinhuanet.com

Die Chinesische Regierung sieht die Herausforderungen der Neuzeit nicht als Nachteil, sondern als Gelegenheit, einen grüneren Wachstumspfad zu beschreiten. Mit jedem neuen Schritt wird China zunehmend zum Vorbild einer neuen Ära die Wachstum, Wohlstand und nachhaltiges Wirtschaften vereint.

Titelbild: Holm Architecture Office

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